Auch bei zweimal täglichem Putzen kann sich an manchen Stellen der Zähne mit der Zeit eine harte, gelbliche Schicht bilden. Das ist Zahnstein, und er lässt sich mit der Zahnbürste nicht entfernen. Die professionelle Zahnsteinentfernung gehört zu den grundlegendsten und wirksamsten Maßnahmen zum Schutz des Zahnfleisches.
Wie entsteht Zahnstein?
Auf den Zähnen bildet sich ständig ein weicher Bakterienbelag (Plaque). Wird er nicht regelmäßig entfernt, härtet er durch Mineralien aus dem Speichel aus und wird zu Zahnstein. Am häufigsten entsteht er an den Innenseiten der unteren Frontzähne und an den Wangenseiten der oberen Backenzähne, wo die Speicheldrüsen münden.
Die raue Oberfläche des Zahnsteins erleichtert die Anlagerung neuer Plaque. Dieser Kreislauf kann zu Zahnfleischentzündung, Bluten und mit der Zeit zu Zahnfleischrückgang führen.
Anzeichen für Zahnstein
- Harte gelbe, braune oder dunkle Ablagerungen am Zahnfleischrand
- Zahnfleischbluten beim Putzen oder spontan
- Gerötetes, geschwollenes und empfindliches Zahnfleisch
- Anhaltender Mundgeruch
- Raues Gefühl an der Zahninnenseite beim Berühren mit der Zunge
Wie läuft die Zahnsteinentfernung ab?
- Untersuchung: Zähne und Zahnfleisch werden beurteilt, Taschentiefen kontrolliert.
- Ultraschallreinigung: Eine schwingende Ultraschallspitze mit Wasserspray löst den Zahnstein.
- Handinstrumente: Stellen, die die Ultraschallspitze nicht erreicht, werden von Hand gereinigt.
- Politur: Die Zahnoberflächen werden geglättet, sodass sich neue Plaque schwerer anlagert.
- Pflegeberatung: Putztechnik, Zahnseide und Interdentalbürsten werden erklärt.
Die Behandlung dauert meist 30–60 Minuten. Sind die Zahnfleischtaschen vertieft, kann eine umfassendere Behandlung (Wurzelglättung) geplant werden.
Schadet die Reinigung den Zähnen?
Nein. Fachgerecht durchgeführt, schädigt die Zahnsteinentfernung den Schmelz nicht. Viele haben danach das Gefühl, es seien „Lücken“ zwischen den Zähnen entstanden – das ist lediglich der Raum, den zuvor der Zahnstein ausgefüllt hat. Den eigentlichen Schaden richtet verbliebener Zahnstein an, der zu Zahnfleisch- und Knochenabbau führt.
Wie oft ist sie nötig?
Für die meisten Menschen wird alle sechs Monate eine Kontrolle und bei Bedarf eine Reinigung empfohlen. Häufiger kann sie nötig sein bei:
- schneller Zahnsteinbildung
- Rauchern
- Zahnfleischerkrankungen in der Vorgeschichte
- Diabetes
- Zahnspangen oder Zahnimplantaten
- Schwangerschaft
Worauf Sie danach achten sollten
- Einige Tage lang sind Empfindlichkeit auf Heiß und Kalt und leichtes Zahnfleischbluten möglich; beides klingt meist ab.
- Eine weiche Bürste und eine Zahnpasta für empfindliche Zähne können helfen.
- In den ersten 24 Stunden Tee, Kaffee und Rauchen einschränken.
- Nicht mit dem Putzen aufhören, weil das Zahnfleisch blutet – sanft weiterputzen.
Zahnreinigung bei Defne Prime Dent
In unserer Klinik in Ataşehir, Istanbul, wird die Zahnsteinentfernung mit einer Beurteilung Ihrer Zahnfleischgesundheit verbunden. Mehr zu Zahnfleischproblemen finden Sie unter Behandlung von Zahnfleischerkrankungen; wer nach der Reinigung hellere Zähne wünscht, kann eine Zahnaufhellung in Betracht ziehen. Für einen Termin können Sie uns gern kontaktieren.
Häufig gestellte Fragen
Tut die Zahnsteinentfernung weh?
Die meisten empfinden sie als gut erträglich. Bei empfindlichen Zähnen oder tiefen Ablagerungen kann sie unangenehm sein; bei Bedarf wird örtlich betäubt.
Werden die Zähne durch die Reinigung weißer?
Durch die Entfernung von Zahnstein und oberflächlichen Verfärbungen wirken die Zähne sauberer und heller. Die natürliche Zahnfarbe ändert sich jedoch nicht – dafür ist ein Bleaching nötig.
Kann ich Zahnstein zu Hause entfernen?
Verhärteter Zahnstein lässt sich zu Hause nicht sicher entfernen. Am wirksamsten ist es, durch regelmäßiges Putzen und Zahnseide zu verhindern, dass Plaque aushärtet.
Ist eine Zahnreinigung in der Schwangerschaft möglich?
Ja. Da das Risiko für Zahnfleischentzündungen in der Schwangerschaft steigt, wird sie sogar empfohlen; am angenehmsten ist meist das zweite Trimester.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Untersuchung. Bitte wenden Sie sich für eine persönliche Beratung an Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt.