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Karies: Wie sie entsteht, erste Anzeichen und 8 Wege zur Vorbeugung

Karies gehört weltweit zu den häufigsten chronischen Erkrankungen. Sie beginnt oft unbemerkt; wenn sie schmerzt, ist sie meist schon fortgeschritten. Früh erkannte Karies lässt sich dagegen mit einfachen Mitteln stoppen oder mit einer kleinen Füllung behandeln.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Karies entsteht, auf welche Anzeichen Sie achten sollten und was Sie im Alltag zur Vorbeugung tun können.

Wie entsteht Karies?

Bestimmte Bakterien im Mund bilden Säure, wenn sie Zucker und andere Kohlenhydrate verwerten. Diese Säure löst Mineralien aus dem Zahnschmelz. Speichel und Fluorid gleichen den Verlust teilweise aus; folgen die Säureangriffe jedoch zu häufig aufeinander, gerät das Gleichgewicht ins Wanken und an der Schmelzoberfläche beginnt Karies.

Die Karies dringt zunächst durch den Schmelz und dann in das weichere Dentin vor, wo sie schneller fortschreitet und schließlich den Zahnnerv (Pulpa) erreicht.

Stadien der Karies

  1. Beginnende Karies (Kreidefleck): Kreideweiße Flecken auf dem Schmelz. In diesem Stadium ist Karies oft umkehrbar – mit Fluorid und guter Pflege.
  2. Schmelzkaries: Der Fleck verfärbt sich bräunlich, ein kleines Loch entsteht; meist ohne Schmerzen.
  3. Dentinkaries: Empfindlichkeit auf Süßes, Heißes und Kaltes beginnt; eine Füllung ist nötig.
  4. Karies bis zur Pulpa: Spontane, pochende Schmerzen; eine Wurzelbehandlung kann erforderlich sein.
  5. Abszess: Die Entzündung breitet sich an der Wurzelspitze aus; Schwellung und Aufbissschmerz.

Frühe Warnzeichen

  • Weiße, kreidige oder braun-schwarze Flecken auf den Zähnen
  • Kurzes Ziehen beim Essen von Süßem
  • Zunehmende Empfindlichkeit eines einzelnen Zahns auf Heiß oder Kalt
  • Speisereste, die immer wieder an derselben Stelle hängen bleiben
  • Eine raue Stelle oder ein kleines Loch, das Sie mit der Zunge spüren
  • Anhaltender Mundgeruch

Karies zwischen den Zähnen und am Rand alter Füllungen ist oft nicht sichtbar. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen und bei Bedarf Röntgenaufnahmen wichtig.

8 Wege zur Kariesvorbeugung

  1. Zweimal täglich mit fluoridhaltiger Zahnpasta putzen – vor allem abends vor dem Schlafen.
  2. Zahnseide oder Interdentalbürsten verwenden. Viele Kariesstellen beginnen zwischen den Zähnen.
  3. Süßes zu den Mahlzeiten essen. Die Häufigkeit zählt ebenso wie die Menge; ständiges Naschen hält die Zähne im Dauerangriff.
  4. Zucker- und säurehaltige Getränke einschränken; bei Durst Wasser trinken.
  5. Zwischen den Mahlzeiten zuckerfreien Kaugummi kauen; Speichel neutralisiert Säure.
  6. Mundtrockenheit ernst nehmen; manche Medikamente verringern den Speichel – sprechen Sie Ihre Praxis darauf an.
  7. Bei hohem Risiko nach Vorsorgemaßnahmen fragen: Fluoridlack und Fissurenversiegelung der Backenzähne senken das Kariesrisiko.
  8. Alle sechs Monate zur Kontrolle. Früh erkannte Karies bedeutet eine kleinere, angenehmere Behandlung.

Wie wird Karies behandelt?

  • Beginnende Karies: Kann mit Fluorid und Pflegeempfehlungen beobachtet werden.
  • Kariöse Löcher: Die Karies wird entfernt und der Zahn mit einer zahnfarbenen Kompositfüllung versorgt.
  • Großer Substanzverlust: Ein Inlay/Onlay oder eine Zahnkrone kann nötig sein.
  • Karies bis zum Nerv: Wurzelbehandlung und anschließende Versorgung des Zahns.
  • Nicht erhaltungsfähige Zähne: Nach der Entfernung kann die Lücke mit einem Implantat oder einer Brücke geschlossen werden.

Kariesdiagnostik bei Defne Prime Dent

In unserer Klinik in Ataşehir, Istanbul, werden die Zähne bei jeder Kontrolle genau untersucht; bei Bedarf wird geröntgt, um versteckte Karies zwischen den Zähnen zu erkennen. Mehr zu Füllungen lesen Sie in unserem Beitrag zur Kompositfüllung; für einen Termin können Sie uns gern kontaktieren.

Häufig gestellte Fragen

Kann Karies von selbst heilen?

Nur beginnende Karies im Kreidefleck-Stadium lässt sich mit Fluorid und guter Pflege stoppen. Ist ein Loch entstanden, heilt es nicht von selbst und muss behandelt werden.

Kann Karies ohne Schmerzen fortschreiten?

Ja. Karies schmerzt oft erst, wenn sie das Dentin erreicht. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen auch ohne Beschwerden wichtig.

Verursachen zuckerfreie Lebensmittel Karies?

Stärkehaltige Lebensmittel wie Weißbrot, Cracker oder Chips werden im Mund zu Zucker abgebaut und können zur Karies beitragen. Säurehaltige Getränke greifen den Schmelz direkt an.

Ist Karies ansteckend?

Kariesbakterien können über den Speichel, etwa durch gemeinsam benutzte Löffel, von Eltern auf Kinder übertragen werden. Ob Karies entsteht, hängt aber von Ernährung und Pflege ab.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Untersuchung. Bitte wenden Sie sich für eine persönliche Beratung an Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt.

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